19.12.2006
Nachruf Prof. Knipper
Mit Betroffenheit nehmen wir Abschied von unserem Ehrenpräsidenten Prof. Dr. Wolfgang Knipper, der am 8. August 2005 im Alter von 85 Jahren von uns gegangen ist.
Nach Approbation und Promotion im Jahre 1945 schloß er seine Weiterbildung zum Facharzt für Chirurgie im Jahre 1950 und zum Facharzt für Urologie 1954 ab. Sein weiterer beruflicher Werdegang umfaßt zunächst von 1955 bis 1966 eine Belegarzttätigkeit in Hamburg-Altona, danach folgt die Position des Chefarztes der Urologischen Abteilung des Marienkrankenhauses Hamburg bis zum Jahre 1986 mit Ernennung zum Honorarprofessor.
Von 1987 bis 1988 wurde er dann als Kommiss. Ordinarius für Urologie an die Georg-August-Universität Göttingen berufen.
Die Notwendigkeit einer arztgruppenspezifischen Interessensvertretung wurde ihm sehr früh bewußt und so gehörte er folgerichtig zu der kleinen Gruppe von Urologen, die im Jahre 1953 in Aachen den Berufsverband der Deutschen Fachärzte für Urologie gründeten, dessen 2. Präsident Wolfgang Knipper von 1959 bis 1974 war. Im Jahre 1970 folgte durch ihn dann die Gründung unserer Verbandszeitschrift der UROLOGE B.
Seine sachlichen Zielsetzungen, getragen durch persönliche Freundschaften, wurden von ihm redegewandt und konsequent, konziliant und erfolgreich vertreten. Innerhalb der Urologen war die Fortbildung, insbesondere im Bereich der Mitarbeiter des Urologen, sein spezielles Anliegen. So sind die Fortbildungsveranstaltungen für Urologische Assistenz- und Pflegeberufe seit Jahrzehnten fester Bestandteil aller deutschen urologischen Kongresse.
Wolfgang Knipper, dessen Freund ich sein durfte und der über viele Jahre ein wertvoller Ratgeber war, bleibt als die herausragende Persönlichkeit in der Deutschen Urologie der Nachkriegszeit in unserer Erinnerung. Sein unermüdliches Engagement für die Entwicklung der Urologie, die neben seiner Familie sein Leben war, ist mit seinem Namen verbunden und wird unvergessen bleiben.
In Dankbarkeit verneigen wir uns vor seinem Lebenswerk, das uns ein steter Ansporn sein muß.
Unsere Anteilnahme gehört seiner lieben Frau GISELA und seiner großen Familie.
Dr. Klaus Schalkhäuser
Präsident des Berufsverbandes der Deutschen Urologen

