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20.09.2004

Bund der Urologen

Eine hohe Verunsicherung ist nicht nur auf Seiten der Patienten durch den Zwang zur Kostenersparnis im Gesundheitswesen entstanden. Auch die Urologen sind mit Sparmaßnahmen konfrontiert. Der befürchteten unzureichenden Versorgung ihrer Patienten in den kommenden Jahren traten die Urologen jetzt energisch entgegen. Mit überwältigender Mehrheit wurde am 26.9.2003 von den Mitgliedern des Berufsverbandes der Deutschen Urologen die Gründung der Genossenschaft "Bund der Urologen e.G." beschlossen, die jetzt ihre Rechtskräftigkeit erhalten hat.

Die "integrierte Versorgung", wie sie vom Bund der Urologen angestrebt wird, könnte für die Zukunft wegweisend sein. Inzwischen wird bereits eingehend mit den Ersatzkassen und unter Einbindung des Hausärzteverbandes ein Musterrahmenvertrag erarbeitet. So soll es gelingen, die urologische Patientenversorgung auf ihrem bisherigen hohen Niveau zu gewährleisten. Für die Urologen könnte durch einen Gruppenvertrag eine wesentliche Kostenersparnis zum Beispiel bei den Praxiskosten erreicht werden. Zusätzliche Vorteile wären Maßnahmen zur Qualitätssicherung, Versicherungsmöglichkeiten für Ärzte und Praxismitglieder, eine bessere Zusammenarbeit mit den Herstellern von Medikamenten und nicht zuletzt das Angebot einer bestmöglichen Fortbildung. Nach Ansicht von Dr. Klaus Schalkhäuser, dem Vorstandssprecher der Genossenschaft, könnte es noch in diesem Jahr zm Abschluss eines Vertrages mit dem VdAK und dem Hausärzteverband kommen. Damit wäre dies der erste bundesweit gültige Vertrag für eine Fachgruppe. Die Urologen könnten somit Wegbereiter für einen sinnvollen Umgang mit den knappen Finanzmitteln sein. (kj)

Weitere Informationen: www.bund-der-urologen.de

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