19.07.2005
Carlo von Tiedemann: "Männer sind Weltmeister im Verdrängen!"
Norddeutschlands Kult-Moderator über Männergesundheit im Allgemeinen und im Besonderen

"Ich oute mich auf der Stelle als Ober-Hypochonder. Ich bin übervorsichtig, höre immer auf die Stimme meines Körpers und gehe lieber zehn Mal zu viel als ein Mal zu wenig zum Arzt. Deshalb werde ich auch 120!" Schlagfertig wie kein zweiter startet Carlo von Tiedemann ins Interview mit der Pressestelle der Deutschen Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU) und dem Berufsverband der Deutschen Urologen e.V.
Keine Frage, Norddeutschlands Kultmoderator geht selbstverständlich auch zur Prostatakrebsvorsorge. "Regelmäßig! Und mein PSA zeigt Paradieswerte." Eine löbliche Ausnahme unter männlichen Vorsorgemuffeln. Nicht mal jeder Fünfte geht hin.
"Männer sind Weltmeister im Verdrängen", weiß auch Freiherr von Tiedemann (61), blaublütiges Urgestein des Norddeutschen Rundfunks mit geradezu unglaublicher Radio- und TV-Präsenz. "Appelle an die Vernunft reichen da nicht. Wer uns Männer mobilisieren will, muss mit härteren Bandagen kämpfen." Zum Beispiel mit knallharter Aufklärung. So ist Prostatakrebs inzwischen die häufigste Krebserkrankung des Mannes und die zweithäufigste Krebstodesursache bei Männern über 50. Und das, obwohl der Krebs der Prostata bei Früherkennung zu über 80 Prozent heilbar ist.
Grund genug für Deutschlands Urologen, den Kampf für eine größere Vorsorgebereitschaft aufzunehmen. Mit dabei, jede Menge männliche Prominenz: Sepp Maier, Turnerlegende Eberhard Gienger, die Schauspieler Artur Brauss, Volker Brandt und Gustav Peter Wöhler, der stellvertretende Chefredakteur des ZDF Klaus-Peter Siegloch, "Mr. Wie bitte" Geert Müller-Gerbes, Bremens Bürgermeister Dr. Henning Scherf und viele andere engagieren sich.
"Da ist noch eine Menge zu tun. Aber den Männern muss endlich klar werden, dass sie ihre Gesundheit nicht auf die leichte Schulter nehmen dürfen", sagt Carlo von Tiedemann, der pünktlich nach der Sommerpause, am 18. September 2005, 21.45 Uhr, in der "NDR Quizshow" wieder die "Leuchte des Nordens" kürt und zweifellos ein leuchtendes Beispiel in Sachen Vorsorge ist. Die übrigens ist simpel, nicht schmerzhaft und kann Leben retten.

