Patienteninfo

07.04.2004

Was genau ist ein PSA-Test?

Frage: Der PSA-Test bei meinem 48-jährigen Arbeitskollegen ergab einen Normalwert. Er empfahl mir ebenfalls einen Urologen aufzusuchen und diesen Wert bestimmen zu lassen. Was genau ist denn eigentlich ein PSA-Test? Und ist er in meinem Alter (45 Jahre) überhaupt notwendig?

Antwort:
Der PSA-Test bestimmt das so genannte Prostataspezifische Antigen im Blut. PSA ist ein Eiweiß, das von den Zellen der Vorsteherdrüse produziert und in die Samenflüssigkeit abgegeben wird. Beim gesunden Mann kommt es im Blut in nur sehr geringer Menge vor. Erst über eine Blutkonzentration von mehr als 4 ng/ml hinaus besteht Abklärungsbedarf. Aber auch wenn der Wert erhöht sein sollte bedeutet dies nicht sofort, an einem Krebs der Prostata erkrankt zu sein. Auch eine gutartige Vergrößerung der Prostata oder ein entzündlicher Vorgang kann für einen erhöhten PSA-Wert verantwortlich sein. Laut einer Umfrage von EMNID wissen mehr als 80 Prozent der Männer ab 45 Jahren nicht, was ein PSA-Test ist. Und nur 19 Prozent der Befragten gaben an, den Wert einmal im Jahr durchführen zu lassen. Zurzeit haben in einer gesetzlichen Krankenkasse versicherte Männer ab 45 Jahre Anspruch auf eine Tastuntersuchung der Prostata und der äußeren Geschlechtsteile, ab 50 Jahre auch des Dickdarms. Die Kosten für den PSA-Test müssen sie selbst tragen. Kam in der Familie des Mannes aber bereits eine Prostatakrebserkrankung vor, ist eine jährliche Untersuchung des Mannes ab dem 45. Lebensjahr mit der Bestimmung des PSA-Wertes dringend anzuraten.
Der PSA-Test kann einen Tumor der Prostata in einem sehr frühen Stadium aufspüren. Männer ab 45 Jahren sollten die Möglichkeit zur Krebsvorsorgeuntersuchung beim Urologen wahrnehmen. Ein PSA-Test sollte jedoch erst nach eingehender Beratung durch den Urologen durchgeführt werden.
Weitere Informationen zu den Erkrankungen der Prostata finden Sie hier.

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